Hochfest der weltweiten Kreuzerhöhung und Erzbischöfliche Göttliche Liturgie in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien
Am Montag, dem 14. September 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der bischöflichen Göttlichen Liturgie zum Fest der Erhöhung des Kostbaren und Lebensspendenden Kreuzes in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien vor. Mit ihm konzelebrierten Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi der Bischofsvikar Erzpriester Ioannis Nikolitsis und der Stavrophore Ökonom Aristidis Ganosis.
In seiner Predigt sprach Metropolit Arsenios über die triumphale Botschaft des Kostbaren Kreuzes als Zeichen der Herrlichkeit und als Offenbarung der Menschenliebe des dreieinigen Gottes. Er erläuterte, dass sich im Kreuz eine Wirklichkeit offenbart, die das menschliche Verständnis von Leid, Niederlage und Tod übersteigt. Dort, wo der Mensch das Ende erkennt, eröffnet Gott den Beginn des neuen Lebens. Im Blick auf das Kreuz wird offenbar, dass die Sünde ihre Macht verliert und der Tod selbst seinem Ende entgegengeht.
Der Metropolit lud die Gläubigen ein, den Worten des Apostels Paulus zu folgen und sich des Kreuzes zu rühmen als der höchsten Offenbarung der Liebe Gottes zum Menschen. Er führte aus: „Der Sohn und Logos Gottes entäußerte sich selbst, nahm Knechtsgestalt an, empfing die Dornenkrone, die Nägel, die Bespeiungen, den Spott und den Tod, um den Menschen zu retten.“
Anschließend lenkte Seine Eminenz die Aufmerksamkeit auf die Weise, in der sich die göttliche Liebe offenbart: Sie wird durch konkrete Hingabe und durch Werke sichtbar. Er rief die Gläubigen dazu auf, Christus anzunehmen, der seine Hände am Kreuz ausbreitet und die gesamte Schöpfung umfängt. Wie er charakteristisch hervorhob: „Aus der Höhe von Golgotha steigt die göttliche Liebe zu den tiefsten Wunden jeder menschlichen Existenz hinab und bringt Heilung.“
Im Kreuz findet die Lehre der Kirche eine wunderbare Zusammenfassung der Geschichte des Menschen: „Durch das Holz fiel er, und durch das Holz empfing er die Erlösung.“
Weiter erklärte der Metropolit, dass das heutige Fest trotz der strengen Fastenordnung von einer festlichen und triumphalen Atmosphäre geprägt ist. Die Kirche verehrt das Kreuz des Herrn als Zeichen des Sieges über den Tod. In dieser Haltung sind die Gläubigen gerufen, Christus auf dem Weg des Kreuzes nachzufolgen und an Seinem Leben teilzuhaben. Das christliche Leben führt in eine Verwandlung des Menschen: Der alte Mensch der Selbstbezogenheit, des Egoismus, des Grolls und des Stolzes stirbt, während der neue Mensch aus der Gnade Gottes aufersteht.
Zum Abschluss rief der Metropolit die Gläubigen dazu auf, dem gekreuzigten Christus ihre Sünden, ihre Bedrängnisse, Ängste und Wunden anzuvertrauen, ebenso die Menschen, die sie lieben, und jene, die ihnen Schmerz zugefügt haben. Sie mögen Ihn bitten, ihnen durch das Kreuz und durch Seine Gnade Leben zu schenken und jedes Kreuz ihres Lebens in einen Weg zur Auferstehung zu verwandeln.
Nach der Göttlichen Liturgie wurde die liturgische Feier der Erhöhung des Kostbaren Kreuzes vollzogen. Die Gläubigen empfingen den Segen, indem sie das Kreuz ehrfürchtig verehrten. Metropolit Arsenios wünschte allen, dass das Kostbare Kreuz sie stets beschützen möge, und lud die Gläubigen ein, am Fest der Kirche teilzunehmen.
